CFDA nominiert Supreme und Off-White für “Menswear Designer Of The Year” Award

The Council of Fashion Designers of America verzichtete auf ihre übliche Cocktail-Ankündigungsfeier, hingegen nahmen sie einen moderneren Ansatz und benutzte Instagram-Videos, unter anderem von Todd Snyder, Laura Kim und Candice Huffine, um die Nominierten bekannt zu geben. In diesem Clip mit der Schmuckdesignerin Irene Neuwirth (https://www.instagram.com/p/BgXMMkqDbTk/?hl=en&taken-by=cfda ) wurde bekannt gegeben, dass Raf Simons, Virgil Abloh, Thom Browne, Tom Ford und – vielleicht höchst überraschend – James Jebbia von Supreme für den Designer der Männer des Jahres 2017 nominiert wurden.

Nach Jahren der Grenzen zwischen High-Fashion und Streetwear verschmelzen die Nominierungen von Virgil Abloh, und vor allem James Jebbia, in der High-Fashion-Perspektive auf dem Platz der Streetwear im zeitgenössischen Luxusraum.

Virgil Ablohs Nominierung für Off-White ist außerhalb des üblichen Reichs der Designer, die für die CFDA Awards nominiert werden. Man bedenke aber, dass die Marke innerhalb der CFDA mit ihren wichtigsten Mitgliedern, praktisch seit ihrer Gründung ausgebrütet und gefeiert wurde. Angesichts der klaren Luxusansprüche von Virgil macht die Nominierung Sinn – ganz zu schweigen davon, Off-White’s prominente Kundenliste.

Supreme ist jedoch eine ganz klar eine andere Geschichte. Es wäre naiv und ignorant zu sagen, dass Supreme heute keine der größten, wenn nicht sogar relevantesten Marken der Welt ist, und die Tatsache, dass das Home-Office des Boxlogos in Manhattan liegt, ist nicht verloren gegangen auf der amerikanischen Modeorganisation. Wie aber jeder Anhänger von Supreme Ihnen erzählen wird, ist die Ironie, dass eine solche gegenkulturelle Anti-Establishment-Marke von einer der größten „Mode“ -Einrichtungen in den Vereinigten Staaten geehrt wird, ist praktisch nicht von dieser Welt. Wenn man neben Marken wie Tom Ford oder Thom Browne sitzt, die unverschämt gehoben sind, macht Supreme die Nominierung umso jämmerlicher (im positiven Sinne).

Was interessant sein wird – egal, wer in diesem Jahr den Preis in der gut sortierten Menswear-Kategorie mit nach Hause nimmt -, ob Abloh oder Jebbia überhaupt zur Zeremonie erscheinen. Angesichts von Ablohs europäischem Designstudio und Jet-Set-Lifestyle, zusammen mit Jebbias bekannter Desinteresse an Pressegespräche oder öffentlichen Auftritten, ist die größere Frage, ob einer der Nominierten am Abend des 4. Juni im Brooklyn Museum auftauchen wird.

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